Die Stadt Eschweiler wird umfassende Maßnahmen ergreifen, um einen sicheren und geordneten Ablauf der Karnevalstage zu gewährleisten. Dies geschieht in Zusammenarbeit mit Polizei, Feuerwehr, Hilfsorganisationen, Ordnungsamt, Jugendamt und dem Karnevalskomitee. Im Vergleich zu den Vorjahren wird es zwei wesentliche Neuerungen geben, die für eine noch höhere Sicherheit in der Innenstadt sorgen sollen.
Die bewährte Videobeobachtung in Teilbereichen des Marktplatzes wird deutlich erweitert: Die Polizei Aachen hat an diesem Montag, 24. Februar 2024, ihre beiden mobilen Videobeobachtungsanlagen in Eschweiler aufgebaut. Die Standorte befinden sich am Markt auf Höhe des Spielgerätes sowie im Kreuzungsbereich von Dürener Straße und Schnellengasse. Dazu sind Schilder, die die Bürgerinnen und Bürger auf die Videobeobachtung hinweisen, angebracht worden.
Insgesamt sechs Kameras pro Anlage machen in einer 360-Grad-Panorama-Ansicht Aufnahmen, die zu Betriebszeiten in der Leistelle der Polizei in Aachen unmittelbar gesichtet und ausgewertet werden. Aus Sicht der Stadt Eschweiler leistet die Videobeobachtung einen wichtigen Beitrag zur Wahrung von Sicherheit und Ordnung in der Innenstadt und damit auch zur Verbesserung des Sicherheitsempfindens der Menschen. Entsprechende Erfahrungen der Stadt Eschweiler bestätigt auch die Polizei. Demnach fühlen sich Bürgerinnen und Bürger im Umfeld der Anlagen sicherer.
„Der Aufbau der beiden temporären Videobeobachtungsanlagen zeigt, dass meine Initiative, die Sicherheit in der Innenstadt weiter zu erhöhen, in guter Zusammenarbeit mit den Polizeibehörden weitere Früchte trägt“, betont Bürgermeisterin Nadine Leonhardt. Und mit Blick auf dauerhafte Maßnahmen betont sie: „Es wird wichtig sein, hier den Druck auch in Zukunft aufrechtzuerhalten und gerade im Bereich der Schnellengasse auch über Karneval hinaus die Sicherheit zu verbessern.“
Im Sinne der Verbesserung der Sicherheitslage während der Karnevalstage wird die Eschweiler Bürgermeisterin eine Allgemeinverfügung erlassen. Sie beinhaltet ein Mitführverbot von Waffen und gefährlichen Gegenständen und gilt ab Weiberfastnacht (Donnerstag, 27. Februar 2025), 0 Uhr, bis Veilchendienstag (4. März 2025), 24 Uhr.
Anders als bei einer Waffenverbotszone, über deren Einrichtung nur die Polizei als zuständige Behörde nach dem Waffengesetz entscheidet, kann die Stadt Eschweiler mit einer kommunalen Allgemeinverfügung in einem eng begrenzten Zeitraum und aus konkretem Anlass ergänzend eigene Regelungen zur allgemeinen Gefahrenabwehr treffen.
So wird in diesem Jahr in Abstimmung mit der Polizei erstmals eine Regelung getroffen, die das Mitführen von bestimmten Gegenständen - beispielsweise gefährliche Werkzeuge, Pyrotechnik und nicht bereits nach dem Waffengesetz verbotene Messer – verbietet. Die Regelung im Wege einer Allgemeinverfügung ermöglicht auch die Wegnahme entsprechender Gegenstände.
Die Verbotszone erstreckt sich analog zur Glasverbotszone, die es wieder an Weiberfastnacht und Rosenmontag geben wird, auf den Bereich des Eschweiler Markts sowie dessen unmittelbare Zugangsbereiche - unter anderem Wollenweberstraße, Indestraße, Dürener Straße, Schnellengasse sowie Marktstraße und Am Stapel.
Das schon aus den Vorjahren bekannte Glasverbot an Weiberfastnacht und Rosenmontag gilt jeweils von 9 Uhr bis zum Folgetag um 6 Uhr und wird von den Mitarbeitenden des Ordnungsamtes und der Polizei kontrolliert. Zudem führt ein Sicherheitsunternehmen entsprechende Zugangskontrollen auf dem Marktplatz durch. Hierdurch soll ein Verletzungsrisiko durch Glasscherben vermieden werden. Auf dem Marktplatz wird für beide Tage eine Einsatzleitung und eine Unfallhilfsstelle eingerichtet. Zudem wird an Weiberfastnacht eine Einsatzleitung auf der Marienstraße gebildet, die als unmittelbarer Ansprechpartner für Hilfesuchende aller Art zur Verfügung steht.
Im Hinblick auf die Veedelsumzüge am Karnevalssonntag (2. März 2025) werden erneut Halteverbotsbereiche für die Sicherstellung der Durchfahrt für Karnevalsfahrzeuge eingerichtet. Es wird um entsprechende Beachtung gebeten, da anderenfalls die Fahrzeuge abgeschleppt werden. Zudem unterstützt das Ordnungsamt die Polizei bei der Begleitung verschiedener Umzüge.
Für den Rosenmontagsumzug wird auf der Feuer- und Rettungswache wieder ein Einsatzstab einberufen, der mit Vertretern von Polizei, Ordnungsamt, Karnevalskomitee und Sicherheitsunternehmen besetzt ist. Über GPS-Tracker sind die Positionen der teilnehmenden Fahrzeuge auf einer Kartenübersicht jederzeit erkennbar. Hierdurch können gezielt erforderliche Entscheidungen unter Berücksichtigung des aktuellen Zugstandortes getroffen und umgesetzt werden. Darüber hinaus wurden und werden in enger Abstimmung mit den an der Organisation des Rosenmontagsumzugs Beteiligten diverse weitere Maßnahmen zur Gewährung der Sicherheit gemäß dem für die Veranstaltung erstellten Sicherheitskonzept veranlasst.